'Stop Temelín' sowie 'Sonne und Freiheit' gingen Samstag, 23. 2. 02, einen neuen Weg im Widerstand gegen die atomare Bedrohung aus dem Risikoreaktor. Die Protestkundgebung an der Grenze wurde mit dem tschechischen Bürgermeister Josef Mach durchgeführt. "Gemeinsam mit dem tschechischen Bevölkerung kann es uns gelingen, die Politik in Prag zum Umdenken zu bringen", meinte der Obmann von 'Stop Temelín', Mag. Josef Neumüller. Durch seine Kontakte mit Nachbarn und Kenntnisse in deren Sprache gelang es ihm gemeinsam mit Bernhard Riepl, Obmann von ,Sonne und Freiheit' und Lehrer in Budweis, den Wider- stand in der Grenzregion auf eine gemeinsame Ebene zu bringen. Unter anderem wird von 'Stop Temelín' alle zwei Wochen Briefkontakt mit drei Dutzend tschech. Bürgermeistern gepflegt. 'Sonne und Freiheit' pflegt vor allem persönliche Kontakte. Die gemeinsame Protestaktion fand am Sa., 23.2., ab 18h, in Wullowitz mit Verbrennung von Brennstäben und musi- kalischer Umrahmung durch die Gruppe GUL statt. Die ,Mütter gegen Atomgefahren' übergaben dem Bürgermeister des Nachbarlandes und seiner Begleitung Blumen mit einer Friedenstaube, und ,Stop Temelín' lud ihn mit einer Delegation von 20 BürgerInnen zur Energiesparmesse in zwei Wochen ein. Anschließend fanden im Gasthof Blumauer, Rainbach, Gespräche über eine Energiepartnerschaft mit österreichischen Atomgegnern und Politikern gemeinsam mit dem tschechischen Bürgermeister statt. 15.02.2002
Energiepartnerschafts-stammtisch
An unserem Energiepartnerschafts-
(Sonne+Freiheit) stammtisch letzten Freitag in Helbetsschlag trafen sich
diesmal bereits acht interessierte (was einer Verdoppelung im Vergleich
zum letzten Mal gleichkommt). Man/Frau stellte sich und anderes (Niedrigenergiehaus,...) vor und besprach, wie man die Projektumsetzung im April angehen würde. Der Hern Bgm. Mach aus Vezovata Plane kam leider erst um etwa 22 Uhr aus der Arbeit zurück und konnte deshalb nicht dabei sein, mit ihm hatte ich dann am Sonntag ein Gespräch. Dabei wurde ausgemacht, daß mit Gerlinde Larndorfer vom Klimabündnis OÖ und Ludwig Eidenhammer (www.eidenhammer.at) am 1.3. ein Besuch vor Ort stattfinden wird, bei dem geklärt werden soll, welche konkreten Maßnahmen mit den vorhandenen Mitteln Sinn machen würden. Zumindest für jedes der ca. 37 Häuser in jener kleinen Gemeinde zwischen Kaplice und Krumau, deren mutiger Bürgermeister sich offen auf die Seite der Temelíngegner stellte, wäre mal z.B. eine Energiesparlampe möglich. Beim Besuch im März weren wir aber verschieden Projekte genauer ausarbeiten (Solaranlage am Gemeindegasthaus, Windräder, Biogasanlage,..), sollte es dann gelingen, über die vorhandenen ca. 15 ooo ös (Gelder von den Freistädter Bürgerlisten, Zinsen, anonyme Spenden) hinaus Gelder aufzutreiben (beispeilsweise durch eine Verdoppelung der in den jeweiligen Gemeinden gesammelten Gelder durch Gemeinde, Land oder Bund), wäre natürlich auch eine Erreichung des Zieles energieautarke Gemeinde auf einen Schlag möglich. Entsprechend am Zahlschein
(BLZ 34548, Raiba Sandl, Ktnr.: 2001 04 27)
gekennzeichnete Einzahlungen Bis zum nächsten Sonne+Freiheit-Stammtisch am 15.3. im Gemeindegasthaus in Vezovata Plane wird es vielleicht auch möglich sein, eine Exkursion interessierter tschechischer Bürger zu Modellprojekten in Österreich durchzuführen, eventuell auch ein Besuch bei der Welser Energiesparmesse. Auf Grundlage dieser Aktion "Gemeinsam für Sonne und Freiheit" sollte es gelingen, den überparteilichen Konsens, der in OÖ in bezug auf Temelin lange geherrscht hat, wieder herzustelllen. Bernhard Riepl
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