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2002

21. Juli 2002 "Schwarzbuch" - Übergabe an Schwarzenberg

Presseaussendung vom 21. Juli 2002
OÖ überparteiliche Plattform gegen Atomgefahr
Aktionskomitee Stop Temelin
Anti Atom Mühlviertel
Sonne und Freiheit

Ttl: Tschechischer Bürgermeister übergibt in Österreich "Havel-Berater" Schwarzenberg "Schwarzbuch"

Utl: Schwarzenberg soll Umweltminister Ambrosek und Präsident Havel internationales Gutachten zu Temelin persönlich übergeben

"Unser neuer Umweltminister Ambrosek war schon immer Temelingegner, hat aber anscheinend zuwenig detaillierte Information. Anläßlich einer Einladung nach Österreich überreiche ich daher Schwarzenberg das 'Schwarzbuch'. Er hat die besten Kontakte zu unserem Staatspräsidenten und zur Regierung", so der tschechische Bürgermeister von Vezovatá Pláne, Josef Mach. Die Überreichung des "Schwarzbuches", anlässlich eines Dialogs der Kulturen in Hirschbach am Sonntag, den 21. Juli 2002, bei der auch der grüne Parteichef Van der Bellen anwesend ist, sieht Mach als Aufklärungsarbeit für Tschechiens Elitepolitk. In Machs Gemeinde soll demnächst mit österreichischen Kooperationspartnern die erste atomstromfreie Gemeinde Tschechiens entstehen.

Zwtl. Der Reaktor hätte aufgrund der nachgewiesenen Mängel lt. Schwarzbuch nie hochgefahren werden dürfen
"Wir unterstützen die Initiative von Bürgermeister Mach, denn die Angst vor einer radioaktiven Kontamination ist in der Bevölkerung groß, und zwar berechtigt, denn eine internationale Expertenkommission stellte im sogenannten Schwarzbuch fest, dass aufgrund zahlreicher Mängel der Reaktor hätte nie hochgefahren werden dürfen", meint der Obmann von ´Stop Temelín´, Mag. Josef Neumüller, und fordert die sofortige Öffnung des Energiekapitels

Zwtl. Gespräch mit Umweltminister Ambrosek und Atomgegnern soll stattfinden
"Ich habe in früheren Jahren mit Umweltminister Ambrosek schon mehrmals über Temelin Gespräche geführt. Er war immer Temelingegner. Seine jetzigen Aussage 'ich habe mich mit dem Atomkraftwerk abgefunden' überrascht mich wirklich, vor allen Dingen deshalb, weil Minister Ambrosek auch immer wieder die Unnötigkeit und Unrentabilität von Temelin kritisierte, und die neue tschechische Regierung wird dieses Debakel mitzuverantworten haben." so Dipl. Ing. Manfred Doppler von Anti Atom Mühlviertel, der demnächst auch ein Gespräch zwischen Ambrosek und österreichischen und tschechischen Atomgegnern initiieren möchte.

Zwtl: Die Atomgegner in Tschechiens neuer Regierung sollen Forderung der Atomgegner unterstützen
"Bislang zeigt Tschechien keine Ansätze, die im von internationalen Experten erstellten Schwarzbuch aufgelisteten schweren Sicherheitsmängel zu beheben. Wir erwarten uns prominente Unterstützung aus Tschechien dazu", so Mathilde Halla, von der OÖ überparteilichen Plattform gegen Atomgefahr, die spürbare Unterstützung von einem Teil Tschechiens neuer Regierung erwartet.

"Wenn der neue Umweltminister Einsicht in das 'Schwarzbuch' nimmt, kann er als Atomgegner nur Unterstützer der österreichischen Forderung zur Stilllegung Temelins werden", sieht der ehemalige Deutschlehrer in Tschechien Bernhard Riepl, Obmann von "Sonne und Freiheit" eine Chance zur Meinungsänderung des Ministers.

Größere Bürgerproteste, abgestimmt mit den deutschen und tschechischen Atomgegnern, sind demnächst wieder zu erwarten. Diese fordern den neuerlichen Dialog ein, um zu einer Stilllegung Temelins zu kommen.

Fotos von der Übergabe sind unter:
http://ftp.grenzblockade.at/stop%20temelin/2002-07-21schwarzenberg/
kostenfrei downzuloaden.

Weitere Infos: Mathilde Halla, OÖ. Plattform 0043 664 2416 806
Mag. Josef Neumüller, Stop Temelin 0043 664 5845 723
Dipl. Ing. Manfred Doppler, Anti Atom Mühlviertel 0043 664 4505 015
Bernhard Riepl, Sonne und