14.06.2002 - Erste offizielle Kontoöffnung
Am
14. Juni 2002 fand nach über einem Jahr "Gemeinsam für Sonne und Freiheit" Dabei wurden die anonymen und projektgebundenen Einzahlungen (insg. 3186 EURO) auf unser Betriebskonto 208, ebenfalls bei der RAIBA Sandl umgebucht. Dieser Betrag bildet zusammen mit dem laut Liste auf www.energiepartnerschaft.org einsehbaren Geldern die Gesamtsumme, der bisher für "Sonne+Freiheit" gespendeten Beträge. Mit den seit 14.6. verfügbaren 3186 EURO (ca. 43 840 ös) wurden 40 Solarlampenradios zu je 26 EURO (= 1040 EURO) bezahlt, die als "Mini-Kraftwerke" in Tschechien zur Erläuterung der Möglichkeiten der Photovoltaik dienen werden. Die EmpfängerInnen dieser "Mini-Kraftwerke" werden in unserer homepage dokumentiert. Mit den restlichen
2146 EURO (ca. 29 529 ös) werden Für größere Investitionen (Solaranlagen, thermisch und photovoltaisch, am Gemeindegasthaus aus dem ein "Solarschulungszentrum - Konzept: Ludwig Eidenhammer" entstehen soll, ökologisch verträgliche Heizung für die ehemalige Schule, die zu einer Pension umgebaut wird, Windräder, Biogasanlage möglichst gekoppelt mit einem Blockheizkraftwerk,..) werden sowohl tschechische (Umweltministerium, Gemeinde,...) als auch andere Finanzquellen organisiert, zu gegebener Zeit auch gezielt von "Sonne+Freiheit". Sobald sich dann für ein konkretes Projekt ausreichend Mittel auf unserem "Temelín-Sperrkonto" befindet, wird wieder, wie in unserem Statut vorgesehen, durch politische Repräsentanten aller Coleur eine Abhebung vorgenommen. So wollen wir Schritt für Schritt aus diesem kleinen Dorf zwischen Kaplice und Krumau eine Vorzeigegemeinde machen, von der aus der Widerstand gegen Temelín in Tschechien breite Kreise ziehen soll. Dabei werden wird die Unterstützung öffentlicher Stellen in Anspruch nehmen und auch einfordern. 14.06.2002 Besuch von Außenministerin Benitta Ferrero-Waldner in Katsdorf Die Ministerin besuchte Katsdorf in O.Ö. bei einer ÖVP-Veranstaltung. Themenschwerpunkt war Österreich in der EU und der Stand der Erweiterungsverhandlungen. Viel Eigenlob, auch zum Thema Temelin war zu hören. AtomgegnerInnen nahmen mit einem "Stop-Temelin" Transparent daran teil und konnten auch Fragen stellen. Auf Kritik reagierte die Außenministerin etwas gereizt. Man habe doch so viel erreicht, wir sollen doch nicht unrealistisch sein und schließlich seien wir ja allesamt keine Atomexperten, die ja Temelin gar nicht so schlecht bewerten. Das sogenannte Blackbook, sowie die locker genommenen Pannen, sagen ja bekanntlich anderes, etwa dass Temelin einer Neuanlage nicht entspricht, die Sicherheitskultur fragwürdig ist und das AKW zudem völlig überflüssig ist. Vergleiche mit alten Kisten sind ja nicht gerade seriös, dazu muss man kein Experte sein. Einem Mitarbeiter der Ministerin
übergaben wir angefügten offenen Brief, sowie Informationen
und EinzahlerInnenliste zur Aktion Dannach gab es auch noch Gespräche mit ÖVP-Funktionären. Wir machten auch darauf aufmerksam, dass die Betreiber unmissverständlich zu verstehen gaben, dass sie gar nicht daran denken "irgendetwas umzubauen". Christine Wurm Offener Brief
an die Österreichische Bundesregierung 2 Tage nach dem offiziellem Beginn des Probetriebs des AKWs Temelin sind weitere Probleme im Sekundärkreislauf aufgetreten. Bei den offensichtlich immer wieder unerwartet auftretenden Problemen, sind auch Störfälle mit katastrophalen Folgen im atomaren Bereich dieses Pannenreaktors nicht auszuschließen. Wir möchten
auch nochmals auf den österreichischen Expertenbericht verweisen, aus
dem hervorging, Temelin liefert
wieder Strom! Engpass in der Stromversorgung? Es ist nicht zu dulden, dass auf Kosten der Sicherheit Wahlkämpfe ausgetragen werden! Medien-Information wird eingeschränkt! Die Pressestelle Temelins
teilte unterdessen mit, dass die Geschäftsführung des Kraftwerkes beschlossen
hat, das Ausmaß der regelmäßigen Medien-Informationen über die Situation
im Block I in Zukunft einzuschränken. (Homepage CEZ) Informationseinschränkungen sind ein weiterer Bruch des Melker Abkommen! Nachdem die Fakten von tschechischer Seite ignoriert werden, erwarten wir von offizieller österreichischer Stelle sofort Einspruch gegen die Weiterführung des Probebetriebes einzulegen. Ansonsten sind heftige Proteste der Bevölkerung zu erwarten, nukleare Experimente werden von uns keinesfalls geduldet. "Gemeinsam für Sonne und Freiheit" Obm.:Bernhard Riepl, Rothenbachl
3, A- 4251 Sandl b.riepl@eduhi.at Tel.: 0664/4967399
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