19.05.2002 Pfingstevent in Wullowitz In neuem Geist, das alte Ziel Temelin zu stoppen, verfolgten rund 1000 Teilnehmer das grenzüberschreitende Fest am Pfingstsonntag in Wullowitz. Neben den wichtigsten Anti-AKW-Gruppierungen aus NÖ, OÖ, Bayern und Tschechien nahmen an dieser Benefizveranstaltung auch Kommunal- und Regionalpolitiker, Schriftsteller, Musiker, Solarspezialisten teil. Zwtl: Einladung
von Temelingegnerin Tanja nach Tschechien Zwtl: Latte ist Null-Variante. Es wurden auf regionaler Ebene wichtige Kontakte geknüpft. Trotz unterschiedlicher Staatsangehörigkeiten waren sich die Teilnehmer einig: das AKW Temelín kann keine Lösung sein! Und wenn die “hohe Politik” nichts anderes zustande bringt als wirkungslose Vereinbarungen, müssen es die Atomgegner offenbar vorzeigen, wie man effektive Außenpolitik organisiert. ´Es stimmt nicht, daß man in Tschechien über Temelín nicht reden kann. Die Frage ist bloß, wie man das macht. Wir werden diese Art von völkerverbindenden Veranstaltungen fortsetzen um in Tschechien das Eis für Verhandlungen nach der Wahl Mitte Juni zu brechen. Die Latte für unsere Regierungsverhandler ist die Null-Vatiante´, erwartet der Obmann von Stop Temelin, Mag. Josef Neumüller, endlich annehmbare Ergebnisse bei den Verhandlungen von Bundeskanzler Schüssel gegen den Risikoreaktor in Temelin. Zwtl: Start der Unterschriftenkampagne, Ausstiegskonferenz, Solarschulungszentrum Auf nationaler Ebene wurde eine österreichweite Unterschriftenkampagne gemeinsam mit dem Beauftragten des Landes OÖ für atomnahe Atomanlagen gestartet. Die Teilnahme ist auch in elektronischer Form unter www.antiatom.info möglich. Auf internationaler Ebene wurde eine Dreiländerresulution der Atomgegner an die zuständigen Regierungsstellen unterzeichnet. Damit soll der Beginn für eine internationale Ausstiegskonferenz gesetzt werden. Sollte die tschechische Regierung diese Verhandlungen ablehnen, gibt es bereits Signale von tschechischen Regionalpolitikern und Fachleuten sich an Ausstiegsverhandlungen zu beteiligen, meint Mathilde Halla, Obfrau der OÖ Plattform gegen Atomgefahr. Bilateral wurde die Zusammenarbeit zwischen dem tschechischen Bürgermeister Josef Mach und den Atomgegner verstärkt. Der Reinerlös dieser Benefizveranstaltung in der Höhe von € 602,-- + € 35,-- an Spenden kommt dem Projekt in Vezovata Plane zugute. Zwtl: “David erneuerbare Energien” gegen “Goliath Temelín” Im Laufe des nächsten Jahres
soll in der kleinen südböhmischen Gemeinde Vezovatá Pláne als Modell ein
energieautarkes Dorf mit Solarschulungszentrum entstehen, der “David erneuerbare
Energien” damit dem “Goliath Temelín” ein auch in Tschechien demokratisch
gestütztes Ende bereiten. ´Um dieses Ziel zu erreichen braucht es aber
eines Umgangs mit der tschechischen Öffentlichkeit, der anders aussieht,
als das, was wir in den letzten Jahren teilweise erlebt haben, da sollen
sie die “Leithammeln” in beiden Ländern an der Nase nehmen´, rügt Berhard
Riepl die Regierungen von Tschechien und Österreich.
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