Grundsätze und Gedanken
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ENERGIENEWS

Warum Erneuerbare Energie - wäre es nicht viel einfacher alles beim Alten zu lassen?

Geschichte
Das griechische Wort enérgeia heißt so viel wie "wirkende Kraft". Im physikalischen Sinne bezeichnet Energie die Fähigkeit eines technischen Systems, Arbeit zu verrichten. Die Entwicklung der Menschheit wäre ohne die Fähigkeit, vielfältige Energieformen zu verwenden, nicht vorstellbar. Bereits unsere Vorfahren verwendeten neben ihrer Muskelkraft die Sonne und Holz.
Gerade in klimatisch günstigen Teilen der Welt, in Vorderasien, Ägypten, dem indischen Subkontinent und China entwickelten sich die ersten Hochkulturen. Nur dort erlaubten reichlich Sonnenwärme, relativ gleichmäßige Temperatur und ausreichender Nachschub an Biomasse die Bildung komplexer gesellschaftlicher Strukturen. Sonnenenergie war Voraussetzung für Wohlstand.
Die Nutzung der übrigen natürlichen Energien, der Windkraft, der Wasserkraft und des Brennholzes ist eng verknüpft mit dem Aufstieg und Niedergang von Hochkulturen. Die Verfügbarkeit von Brennholz war lange Zeit entscheidend für die Möglichkeit der Metallgewinnung und Verarbeitung, für die Salzgewinnung und zur Erzeugung von Wärme für Gewerbe und Kleinindustrie.
So war auch Holz der erste Energieträger, der knapp wurde. Die Menschheit spürte die Konsequenzen eines Raubbaus von Ressourcen. Am Ende des Mittelalters führte die Ausplünderung der Wälder zur ersten bekannten Energiekrise der Geschichte.
Die Neuzeit hat die fossilen Energiequellen erschlossen. Mit der Erfindung der Dampfmaschine und auf Steinkohle basierender Verfahren begann im 18. Jahrhundert die Industriealisierung Europas. Die neu entstehende Industrie konzentrierte sich auf reichlich verfügbare Kohlevorräte, ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen Erdöl und Erdgas als Energieträger hinzu. Nach dem Zweitem Weltkrieg wurde auch die Atomenergie wirtschaftlich genutzt. Die einst so intensiv genutzten Energieformen gerieten mit Ausnahme der Wasserkraft in den Industriestaaten in Vergessenheit. In den letzten 30 Jahren sind aber auch die Schattenseiten dieser Entwicklung sichtbar geworden. Die Ölpreiskrisen machten die Abhängigkeit der Industrieländer vom Öl deutlich. Die Einsicht in die Endlichkeit dieser Ressourcen, sowie die Erkenntnis, dass unsere Umwelt nur über eine begrenzte Aufnahmefähigkeit für deren Emissionen verfügt, ist spürbar gewachsen. Seit den Reaktorkatastrophen von Three Miles Island (Harrisburg) und Tschernobyl sind die Risiken der nuklearen Energiegewinnung im Bewußtsein der Bevölkerung gewachsen.

Konsequenzen
Umso wichiger ist es, in diesem Jahrhundert eine wesentliche Veränderung einzuleiten. Die Schlagworte Globalisierung und Informationsgesellschaft deuten an, dass die Welt immer mehr zusammenwächst. Es ist offensichtlich, dass alle Menschen auf diesem Planeten eine Gemeinschaft bilden. Die Erde bedarf einer nachhaltigen Entwicklung, wenn die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten nicht ernsthaft gefährdet werden sollen. Gerechtigkeit, soziale Stabilität und ausreichende Bildungs und Arbeitschancen sind für jeden Einzelnen von großer Bedeutung.
Heute sind wir noch weit entfernt von einer nachhaltigen Entwicklung. Ein starkes Wachstum des globalen Energieverbrauches und daraus resultierende Emissionen gefährden das ökologische Gleichgewicht der Erde. Zu dieser Entwicklung gesellt sich das extreme Wohlstandsgefälle zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Der ungleiche Zugang zu erschwinglicher und ausreichend verfügbarer Energie ist Auslöser für viele Krisen und Konflikte. Die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien soll Wesentliches dazu beitragen, dies zu ändern.

Energie aus der Natur
Die Sonne ist nur einer von vielen Milliarden Sternen unserer Milchstraße. Für die Erde ist sie von existenzieller Wichtigkeit. Alles Leben auf der Erde bezieht seine Energie aus ihrer Kraft. Die Menschen haben mit Hilfe der Technik gelernt, sich die Sonne zunutze zu machen. Sonnenstrahlung wird mit Hilfe von Solarkollektoren und Solarzellen zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt. Wind- und Niederschläge schaffen im Zusammenwirkebn mit der Erdanziehung die Grundlagen für die Stromerzeugung aus Wind- und Wasserkraft. Pflanzen bauen mittels Sonnenstrahlung Biomasse auf. Wärmepumpen können Umgebungswärme aus Luft, Wasser oder dem Erdboden verwerten. Die im Meer vorhande Energie der Wellen wird ähnlich wie die Windenergie zur Stromerzeugung verwendet. Und sogar die Wärme des Erdinneren kann "angezapft" werden.
Diese Energiearten sind die sogenannten "erneuerbaren". Nach menschlichem Ermessen sind sie unerschöpflich. Es liegt an uns,
ob und wie wir sie nutzen!
Christine Wurm, Quelle "Zukunftskurs Erneuerbare Energien"

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